Hier ein Artikel über die Erneuerung des Daches der St. Nikolai-Kirche in Bodenwerder.

Artikel als PDF: Neue Sandsteinplatten für das Dach von St. Nikolai

Hier ist der Artikel noch als Bild-Datei:

Neue Sandsteinplatten für das Dach von St. NikolaiSowie ein Aktuelles Bild von „heute“:

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Hier noch einige Infomationen zur Kirche:

Die evangelisch-lutherische Stadtkirche St. Nicolai ist eine dreischiffige gotische Hallenkirche in der niedersächsischen Kleinstadt Bodenwerder.

Für die Stadt Bodenwerder wird im Jahre 1245 eine Kapelle erwähnt, die dem Heiligen Nikolaus geweiht war.

Im 14. Jahrhundert stellte Egbert von Frenke ein Grundstück zum Bau einer Kirche mit Friedhof zur Verfügung, auf dem der heutige Kirchenbau entstand. Dieser wurde dem Heiligen Nikolaus geweiht und die heute noch erhaltene Kapelle wurde der Heiligen Gertrud geweiht.

Die Reformation kam mit Anton Corvinus nach Bodenwerder. Dieser hielt am 26. April 1543 den ersten evangelischen Gottesdienst.

Da die Bewohnerzahl stetig wuchs, wurde 1899/1900 eine Vergrößerung der Kirche erforderlich. Dazu wurde am südlichen Seitenschiff ein neuer Altarraum angebaut, sowie östlich davon eine Sakristei. Die Kirche bekam dadurch eine Nord-Süd-Ausrichtung mit Eingang im Norden und Altar im Süden, wodurch die ursprüngliche dreischiffige Ausrichtung nicht mehr zu erkennen ist.

Von 1960 bis 1962 wurde die Kirche modernisiert. Das Gestühl, die Emporen sowie die barocke Orgel wurden entfernt und die Kirche erhielt eine neue Einrichtung.

Mit der Umgestaltung in den sechziger Jahren erhielt die Kirche viele moderne Ausstattungsgegenstände, welche größtenteils durch Bruno Schmitz aus Kirchbrak geschaffen wurden. Einige alte Gegenstände, darunter mehrere Grabplatten, blieben aber erhalten.

Der Taufstein ist einer der ältesten Ausstattungsgegenstände. Er ist eine Steinmetzarbeit aus dem Jahr 1608. An den sechs Seiten sieht man, das Jesuskind mit Weltkugel, den Heiland mit Weltkugel mit der Überschrift SALVATOR MUNDI und die vier Evangelisten. Bruno Schmitz schuf für den Taufstein 1961 eine neue Schale mit Deckel aus Bronze. Auf dem Boden der Schale ist eine Taube zu sehen. Die Umschrift aus dem Buch Hiob lautet:Und auch dich lockt er aus dem Rachen der Angst in weiten Raum, da keine Bedrängnis mehr ist, dazu zeigt der Deckelknauf die Gestalt des Fisches, welcher Jona aus dem Rachen speit.

Das Chorfenster wurde vom Glasmaler Heinz Lilienthal in einer Bleirutenverglasung gestaltet. Es zeigt Christus mit seinen Jüngern beim letzten Abendmahl.

Die Orgel wurde 1966 durch Paul Ott gebaut. Sie hat zwei Manuale und Pedal mit insgesamt 24 Registern. 1989/90 wurde sie durch die Firma Gustav Steinmann (Vlotho) restauriert und am 14. Oktober 1990 wieder eingeweiht.

 

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